Heimatpflege in Mörse

Selbstdarstellung Heimatpflege Mörse

Als im Jahre 2006 die Initiative zur Gründung einer koordinierten Heimatpflege in Wolfsburg durch den GB- Kultur gestartet wurde, konnte in Mörse auf keine örtliche Organisation zur Heimat-, Brauchtums- und Geschichtspflege zurückgegriffen werden. Es gab weder einen Heimat- oder Kulturverein noch sonstige Personenkreise, die derartige Gegebenheiten zusammenfassend verfolgten und pflegten.

Aufgegriffen wurde das Thema dann von Wilhelm Lieven jun. als Verantwortlichem des AK „Unser Dorf hat Zukunft“ und von Ulf Geffers als Sprecher der Dorfgemeinschaft, einem Verbund der Mörser Vereine sowie Peter Sterz vom Verein für Heimatpflege Wolfsburg.

Nachdem die ehemaligen Braunschweiger Dörfer ihre erste Zusammenkunft im November 2006 in Brackstedt hatten, wurden die ehemals Lüneburger Dörfer in Zusammenarbeit mit Herrn Frey aus Neindorf zu einem ersten Treffen am 27. 02. 2007 in das Gemeindehaus nach Mörse eingeladen.

Die Gründung der AG- Heimatpflege aller Wolfsburger Dörfer erfolgte dann am 26. 06. 2007 ebenfalls in Mörse.

Vor 2006

Natürlich gab es auch vor dieser Zeit in Mörse Personen, die sich um Geschichte, Kultur und Tradition des Dorfes sorgten und insofern auch Heimatpflege betrieben.

Zeugnis hierfür legen z.B. die Ortschroniken von Fritz Geffers aus dem Jahre 1975 und die des „Vereins für Heimatpflege Wolfsburg“ ab, die anlässlich des 700 jährigen Ortsjubiläums im Jahre 2002 herausgegeben wurde.

Weitere Aktivitäten vor 2006 erfolgten im Wesentlichen durch die Mitarbeit einzelner Personen im „Verein für Heimatpflege Wolfsburg“, aber es existierte keine zusammenführende und strukturierte Aufarbeitung der örtlichen heimatkundlichen Belange.

Aktivitäten / Arbeitsschwerpunkte seit Gründung der AG- Heimatpflege 

I. Quellensicherung 

Eine der ersten Aufgaben, die nach Gründung der AG- Heimatpflege aufgenommen wurde, war die Sammlung und Sichtung von vorhandenen Unterlagen zur Ortsgeschichte und zu den traditionellen dörflichen Ereignissen, sowie von Dokumenten und Fotos aus Privatbesitz.

Hierzu wurden in mehreren Schritten alteingesessene Mörser Familien wie auch Schule und Kirche zu Themenabenden eingeladen und mit mehr oder weniger Erfolg versucht, privates „Archivmaterial“ zu sichern und zu archivieren.

Ein wesentlicher Punkt hierbei war die Aufarbeitung der Einflüsse und Auswirkungen, die das „Rittergut derer von der Wense“ bis zum 2. Weltkrieg auf das dörfliche Leben ausübte und welche Veränderungen durch die Gründung des Volkswagenwerkes hervorgerufen wurden.

Wichtig war, die frühe Ortsgeschichte aufzuarbeiten und das über Jahrhunderte durch Landwirtschaft und Handwerk bestimmte dörfliche Leben dokumentiert für die Nachwelt zu erhalten und anschaulich zu machen.

Hierzu wurden z.B. in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und Institutionen wie Schule und Kirche große Bildtafeln erstellt, auf denen dörfliches Leben einst und jetzt sowie die Entwicklung der einzelnen Vereine und des Ortes selbst dargestellt ist.