Hellingen (Hellie)
Hellingen
Andere Schreibweisen: Hallinge, Hellinge, Hellie
Objekt: totale Ortswüstung
Name
Hellingen kann aufgrund des sehr alten Suffixes „-lingen" auf den Anfang des ersten Jahrtausends datiert werden, aber sicher ist das nicht. Vermutlich stammt der Ortsname von einer Siedlergruppe, die von östlich des Lappwaldes kam.
Lage
nach den Wolfsburger Akten zwischen (Groß) Hehlingen und Klein Hehlingen in Richtung Nordsteimke. Anderen Quellen zufolge ca. eine halbe Stunde nordöstlich von Hehlingen.
Eckdaten
erste urkundliche Erwähnung: 1112
Wüst gefallen: zwischen 1178 und 1475
Grund: Die Bewohner sind offenbar nach Hehlingen umgezogen
Geschichte
1112: Mathilde, Tochter der Thiedburga, schenkt dem Kloster S. Ludgeri in Helmstedt zur Gründung u.a. in Hehlingen, Steplingen, „Hellinge" und „Meintorp" 38 Mansen.
1178: Der halberstädter Bischof bestätigt dem Kloster S. Ludgeri seine Besitztümer.
1341: Das Kloster verkauft u.a. Hehlingen und Steplingen an die von Bartensleben; Strombeck vermutet, dass auch Hellingen mit verkauft wurde, das zu dieser Zeit schon wüst gewesen sein mag.
1475: Herzog Heinrich der Friedfertige von Braunschweig belehnt die v. Bartensleben u.a. mit 3 Höfen und dem Zehnten im (wüsten) Dorf und Feld zu „Hellingen".
1757: Unter den Einwohnern des Dorfes Hehlingen befindet sich eine Gruppe, genannt die „Hellier", zwei Ackerleute, drei Vollköter und ein Stückenköter, die in der Wüstung „Hellie" ihren Acker haben.
Franz Hoffmann stellt die These auf, dass Hehlingen, Hellie und Halingen in Wahrheit identisch seien. Diese These wird sonst in der Forschung allerdings nicht aufgegriffen, und in Anbetracht der besonderen Stellung der „Hellier" noch im 18. Jahrhundert erscheint dies zumindest in Bezug auf Hellie unwahrscheinlich.