Alte Dorfstelle Barnstorf

Objekt: –

Errichtet: –

Inschrift: –

Name:

Wenn man von der Vermutung ausgeht, dass es sich bei der „Alten Dorfstelle“ (so der spätere Flurname, s.u.) um eine Erstgründung von Barnstorf handelt, wäre der ursprüngliche Name dieser Wüstung „Barnstorf“. Das Grundwort „-dorf“ bezeichnet die Gruppensiedlung mehrerer Höfe im Unterschied zum Einzelhof. Es handelt sich wohl um eine Siedlung in einer ursprünglich bewaldeten, aber vermutlich im Rahmen des mittelalterlichen Landesausbaus gerodeten Gegend hin. Das heutige Barnstorf ist urkundlich zuerst 966 als „Bernestorpe“ belegt. Die Gründung der Alten Dorfstelle müsste also vor 966 gelegen haben1.

Flur:

  1. Name: „Alt-Barnstorf“? Liegt ca. 250m südlich von der späteren Dorfstelle (s.u.).
  2. Bewirtschaftung: Hochackerflur neben „Alt-Barnstorf“

Dorfstelle:

  1. Lage: südöstlich von Barnstorf an der Grenze des heutigen „Barnstorfer Waldes“; nordwestexponiert, in der Nähe eines Baches.
  2. Funde: unter Wald, nur vereinzelt Scherbenfunde
  3. Boden: ko= mürbe Sandsteine
  4. späterer Flurname: „alte Dorfstelle“

Eckdaten:

  • keinerlei urkundliche Erwähnung.
  • wüst gefallen:
  • Grund: -, vielleicht Umzug an die Stelle des heutigen Barnstorf

Quelle:

Urselmarie Oberbeck-Jacobs: Die Entwicklung der Kulturlandschaft nördlich und südlich der Lößgrenze im Raum um Braunschweig. In: Jahrbuch der Geographischen Gesellschaft zu Hannover für die Jahre 1956 und 1957. Freimann & Fuchs: Hannover 1957, S. 25-138; S. 129.

1 vgl. Kühlhorn, Exkursionskarte, S. 95; Oberbeck-Jacobs, Kulturlandschaft nördlich und südlich der Lößgrenze, S. 43.