Wüstung Achtenbüttel
Objekt:
Achtenbüttlerstraße in Vorsfelde westlich neben dem Parkplatz
Errichtet:
1992
Inschrift:
AUFGESTELLT IN ERINNERUNG AN ACHTENBÜTTEL. WÜST GEWORDEN SCHON IM MITTELALTER
Name:
Das Suffix „-büttel“, das eine Gebäudegruppe bezeichnete, weist auf eine frühe Entstehung der Siedlung wohl noch vor 900, aus der Frühzeit des mittelalterlichen Landesausbaus hin. Das Ballungsgebiet der –büttel-Orte liegt um den Papenteich. Achtenbüttel ist der östlichste Ortsname mit –büttel1.
Flur
Lage: ergibt sich allein aus den Flurnamen: „Vor dem Achtenbüttel“, „Achtenbüttler Wiesen“, vielleicht auch „Halbmorgen Achtenbüttel“ an der Vorsfelder Burg.
Größe: im Vergleich sehr klein
Nutzbarkeit: günstige Bodenwerte
Dorfstelle:
Lage: ergibt sich allein aus Scherbenfunden, danach wohl nördlich der Vorsfelder Burg am rechten Allerufer
Einwohner: vermutlich wenige (s. Größe der Flur)
Eckdaten:
– keinerlei urkundliche Erwähnungen
– wüst gefallen: wahrscheinlich 12. Jahrhundert
Grund: vermutlich Umsiedlung der Einwohner nach Vorsfelde, sobald dieser Ort gegründet worden war (erste urkundliche Erwähnung: 1145).
Quelle:
Karl Heinz Schneider: Die Siedlungsentwicklung im Mittelalter. In: Stadt Wolfsburg (Hg.): Geschichte Vorsfeldes. Vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Beiträge v. Arnd Fritzemeier, Carsten Grabenhorst u.a. Wolfsburg: Großkopf-Verlag 1995, S. 42-55; S. 54f.
1 Meibeyer, Papenteich, S. 22.